Devisenbrokervergleich: Über die richtige Brokerwahl

Der Devisenhandel boomt. Vor allem in Krisenzeiten, in denen es auf regulären Sparkonten kaum noch Zinsen gibt, suchen Anleger nach einer Alternative. Obgleich es den Handel mit Devisen schon so lange wie unterschiedliche Währungen gibt, ist es für Privatanleger noch nicht seit allzu langer Zeit möglich, selbst auf dem Devisenmarkt zu spekulieren. Viele Jahre lang war diese Domäne Großinvestoren und professionellen Brokern vorbehalten. Seitdem der lukrative Devisenhandel auch für Privatanleger geöffnet ist, schießen neue Devisenbroker wie Pilze aus dem Boden. Doch nicht alle meinen es gut mit ihren Kunden. Viele versuchen sich zu bereichern oder handeln gegen ihre Kunden. Auf devisenbrokervergleich.de werden daher keine Broker vorgestellt, die gegen ihre Kunden handeln, um diesen das Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern nur die besten der besten. Trotz allem muss vorausgeschickt werden, dass es nicht ausreicht, einen guten Broker zu wählen. Man muss auch bereit sein, die Regeln des Devisenhandels zu lernen, sich über aktuelle wirtschaftliche Ereignisse zu informieren und die Grundlagen der Technischen Analyse zu erwerben. Anders wird man selbst mit dem zuverlässigsten Broker keine Erfolge im Devisenhandel verbuchen können. Zu Beginn und auch im Laufe seiner Trading-Karriere wird man immer wieder mal Verlust-Trades machen. Alles andere ist völlig unwahrscheinlich. Ziel muss es sein, dass die Gewinntrades überwiegen und dies ist mit einem geschickten Moneymanagement durchaus möglich. Wer nicht selbst traden kann, weil er dazu keine Zeit hat oder nicht die Kapazitäten, sich die Grundlagen alle anzueignen, für den bietet sich ein sogenannter Managed Forex Account an. Hier kann man auch als Laie vom lukrativen Devisenmarkt profitieren, indem man einfach die Trading-Signale professioneller Daytrader abonniert und auf dem eigenen Konto ausführen lässt. In der Folge braucht man sich um die Vermehrung seines Vermögens nicht mehr selbst kümmern, sondern kann den Devisenhandel denen überlassen, die es auch wirklich können. Als Entlohnung muss man lediglich einen kleinen Teil seines Profits in Pips an den Signalanbieter abtreten.

Wie findet man einen guten Devisenbroker?

Eine Möglichkeit, den richtigen Devisenbroker zu finden, ist die Empfehlung eines guten Freundes oder Bekannten, der selbst tradet. Wenn er gute Erfahrungen mit dem Broker gemacht hat, warum sollte man selbst nicht davon profitieren? Sicherer ist es allerdings, wenn man sich selbst von der Seriosität und Zuverlässigkeit des Brokers überzeugt. Auf dieser Seite können Kunden ihren Devisenbroker bewerten und, wenn sie wollen, auch einen Kommentar dazu hinterlassen. Im Laufe der Zeit kommen so immer mehr repräsentative Kommentare zusammen.

Regulierung

Achten sollte man darauf, ob und wie der Broker reguliert wird. Dabei sollte man sich nicht auf die Angaben auf der eigenen Webseite des Brokers verlassen, sondern bei der jeweiligen Regulierungsbehörde nachforschen.
Die strengsten Anforderungen erfüllen Broker, die in Europa, Großbritannien, den USA oder Hongkong eingetragen sind. Hat einen Broker seinen Sitz außerhalb dieser Länder, zum Beispiel in die Karibik verlegt, sollte man aufmerksam werden. Die Regulierung über eine entsprechende Behöre ist keine Garantie dafür, dass man es zu 100 Prozent mit einem seriösen Broker zu tun hat. Aber über die Webseite der Regulierungsbehörde kann man sich immer über eventuelle Probleme des jeweiligen Brokers informieren. Es existieren folgende Regulierungsbehörden:

Bafin (http://www.bafin.de/)

Die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ist die deutsche Regulierungsbehörde für Banken und Versicherungen. Nicht viele Broker werden von dieser Institution reguliert. Die Einlagensicherung muss sich bei der Regulierung durch diese Behörde auf 100.000 Euro belaufen.

FCA (http://www.fca.org.uk/)

Die FCA (Financial Conduct Authority) ist die Finanzaufstichtsbehörde von Großbritannien. Diese Institution wurde von der Regierung ins Leben gerufen und ist verantwortlich für die Regulierung von Finanzdienstleistern und -firmen. Die Einlagensicherung muss sich hier auf £ 50.000 belaufen.

CySec (http://www.cysec.gov.cy)

Die Cyprus Securities and Exchange Commission ist für die Regulierung der meisten Online-Broker verantwortlich. Grund hierfür sind die Steuervergünstigungen, die man als Broker auf Zypern hat. Da viele Broker fälschlicherweise angeben, von der CySec reguliert zu sein, das aber nicht der Wahrheit entspricht, ist vor allem die Liste der Warnings für ambitionierte Forex-Trader von Interesse, wenn sie nach einem geeigneten Broker suchen. Die Einlagensicherung beläuft sich auf 100.000 Euro.

Größe des Devisenbrokers

Bei der Wahl des geeigneten Brokers sollte man auch auf seine Größe achten. Je mehr Kapital die Firma aufbringt, desto besser. Neue Broker sollte man erst mal mit Vorsicht und im Demokonto-Modus beschnuppern. Nachdem man sich über die Regulierung und die Größe des Brokers informiert hat, kann man an die Details gehen und sich über Pips, Hebel und Slippage informieren. Egal welchen Broker man wählt, man sollte ihm nie zu viel von seinem Geld anvertrauen. Für einen durchschnittlichen Forextrader, der von seinen Trades leben möchte, reicht ein Trading-Konto von 30.000 – 100.000 Euro aus.

Dealing Desk und Non Dealing Desk Broker (DD vs. NDD)

Bei einem Dealing-Desk-Broker (Market Maker) wird die Order nicht direkt von einem selbst im Markt platziert, sondern es ist immer noch ein Mensch oder eine Maschine dazwischengeschaltet, der die Preise stellt. Er finanziert sich durch den Spread, daher gibt es meistens keine Kommissionen. Durch den Eingriff in den Markt werden (theoretisch) Manipulationen möglich und deshalb ist es immer besser, sich für einen Non-Dealing-Desk-Broker (NDD) zu entscheiden. Bei echten Non-Dealing-Desk-Brokern gibt es keine Requotes, wodurch auch News-Trading möglich wird. Non-Dealing-Desk-Broker sind entweder ECN oder STP-Broker.

ECN-Broker

ECN steht für Electronic Communications Network. Bei einem ECN-Broker traden alle Markteilnehmer am Devisenmarkt (Banken, Market Maker und einzelne Trader) gegeneinander, indem sie gegenseitig Angebote und Nachfragen (Bids and Ask) absenden. Die Teilnehmer interagieren innerhalb des Systems und erhalten für ihre Trades die besten Angebote. Im Gegensatz zum Dealing-Desk-desk-Broker wird hier meist eine Kommission fällig, weil er sich nicht über den Spread finanziert, wie DD-Broker. Ein ECN-Broker bietet variable Spreads. Ein echter ECN-Broker stellt die DOM (Depth of the Market) in einem eigenen Fenster dar.

STP-Broker

STP steht für Straight Through Processing. Hier werden die Orders der Kunden direkt in den Interbankenmarkt weitergeleitet. Je mehr Liquiditätsprovider (also Banken) ein Broker anbietet, desto besser für den Kunden. Auf einer STP-Plattform hat der Trader direkten Zugriff auf den Markt – ohne Intervention des Brokers.

Fazit

Ein ECN-Broker ist immer die beste Wahl. Denn er handelt nicht gegen seine Kunden, sondern mit ihnen. Ein ECN-Broker wird immer bestrebt sein, dass seine Kunden erfolgreich handeln, denn sonst erhält er keine Kommissionen. Und nur so wird der Kunde langfristig ein größeres Konto aufbauen können und größere Positionen handeln, wodurch der Broker wiederum mehr verdienen kann. Ein Dealing Desk Broker hingegen profitiert von den Verlusten seiner Trader.

Support

Ein nicht ganz unwesentlicher Punkt ist der Support. Zum Test sollte man eine oder ein paar E-Mails schicken, um die Antwortzeit zu messen. In dringenden Fällen ist nichts nerviger, als keinen Support zu erfahren oder tagelang auf eine Antwort zu warten. Die meisten Broker bieten Support per Chat, E-Mail und Telefon. Bieten sie keinen Telefon-Support, ist dies ein Grund skeptisch zu werden.

Empfehlenswerte Devisenbroker

Die folgenden Devisenbroker kann man guten Gewissens weiterempfehlen. Sie eignen sich sowohl für Anfänger wie auch für Trader mit Erfahrungen im Devisenhandel und sind alle reguliert:

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