Trading mit dem Mac

Apple Macintosh – der Name steht für Qualität, eine perfekte Zusammenarbeit von Hard- und Software, Absturzsicherheit sowie etwas teurere Exklusiv-Produkte. Trotzdem sieht man den Mac selten als Trading-Desk – und dies hat seine Gründe. Im heutigen Artikel beleuchten wir, warum dies so ist und stellen Lösungen für das Trading mit dem Mac vor.

Grafiker und Webdesigner lieben ihn, auch Sounddesigner und hippe Studenten möchten ohne ihn nicht mehr leben: den Mac. Sicherheit vor lästigen Viren und Systemabstürzen versprechen sich die erfolgsverwöhnten Apple-Nutzer und legen dafür gerne ein paar Euro mehr auf den Tisch. Nur die Trader nicht, die halten weiterhin an Windows-Maschinen fest. Doch der Widerstand wächst und immer häufiger werden Broker mit Mac-Usern konfrontiert, die sie als Kunden nicht einfach außen vor lassen können.

Mac wird kompatibler

Die Zeiten, in denen man als Mac User wie der Ochse vorm Berg stand, wenn es um die Kompatibilität mit PC-Programmen geht, sind längst vorbei. In fast allen Segmenten gibt es mittlerweile auch eine eigene Software für Mac OS, oder die Dateiformate können in einer kompatiblen Version abgespeichert werden, wie z. B. im Falle von Word oder Photoshop. Nur im Trading-Segment hapert es häufig noch mit der passenden Hard- und Software.

Multiscreen-Systeme

Trader brauchen meistens mehr Bildschirme als einen, und hier fangen schon die Probleme an. Apple-Hardware ist im Vergleich zur Standard-PC-Software vergleichsweise teuer. Ein Thunderboldt-Display von Apple kostet in etwa das Dreifache wie ein normaler PC-Monitor. Weicht man auf eine Laptop-Lösung aus, sieht der Vergleich zwischen MacBook und entsprechenden Windows-Geräten ähnlich aus. Tja, Qualität hat eben ihren Preis. Sparfüchse werden also beim Aufbau einer professionellen Trading-Station auf MAC-Basis nicht gerade ihre Freude haben und vor allem für Anfänger ist es fraglich, ob das ausgegebene Budget zunächst nicht sinnvoller verwendet werden kann. Wer bereits genug Geld auf die Seite gelegt oder ertradet hat, sollte sich vorab genau informieren, wie viele externe Displays der jeweilige Mac ansteuern kann. Das MacBook Pro und der Mac Pro sind hier gegenüber dem MacBook Air deutlich im Vorteil.

Windows auf dem Mac

Eine bekannte Möglichkeit, Windows-Programme auf dem Mac laufen zu lassen ist natürlich, ihnen eine Windows-Umgebung zu spendieren über die Installation einer virtuellen Maschine. Die bekanntesten Tools hierfür sind hier Parallels Desktop und Virtual Box. In der virtuellen Maschine kann man dann alles machen, was man auch unter Windows machen könnte. Wollen wir jedoch unseren wertvollen Mac mit Windows versauen, das System, welches wir extra aufgrund seiner zahlreichen Nachteile ablehnen? Die Antwort lautet wohl eher NEIN.

Mini Virtualisierung

Wer sich nicht gleich eine Windows-Umgebung auf den Mac packen möchte, dem bleibt noch die Form der Mini-Virtualisierung, wie sie von immer mehr Brokern z. B. für den MT4 angeboten wird. Admiral Markets bietet eine solche getweakte MT4-Version an, mit der man direkt auf dem Mac loslegen kann. Im Hintergrund laufen elementare Windows-Bestandteile mit, ohne die der Metatrader nicht leben kann, eine vollständige Virtualisierung entfällt jedoch in diesem Fall. So sparen wir Speicherplatz auf der Festplatte sowie unnötige Kosten für eine Windows-Lizenz und die Virtualisierungs-Software.

VPS-Server und Cloud-Lösung

Wer mit seinem Mac auf den Metatrader angewiesen ist und die bisherigen Lösungen ablehnt, der kann auf einen VPS-Server bzw. eine Cloud-Lösung zurückgreifen. Hierbei läuft der Metatrader auf einem Server des Brokers unter Windows-Umgebung und kann von jedem Browser aus angesteuert werden, also auch mit dem Mac. Diese Lösung hat gleich mehrere Vorteile:

  • Der Mac wird entlastet, da keine Berechnungen auf ihm durchgeführt und keine Programme installiert werden müssen.
  • Der Zugriff kann jederzeit von jedem Rechner und jedem Ort der Welt aus erfolgen, sofern Internet und ein üblicher Browser vorhanden ist. Viele Broker bieten inzwischen diese Hybrid-Lösung, teils kostenpflichtig, teils kostenlos.
  • Automatische Handelssysteme (EAs) können rund um die Uhr durchlaufen und ihre Strategien handeln, ohne dass der Rechner eingeschaltet sein muss, da die Trades auf dem Server ausgeführt werden.

Oftmals ist die Anmietung eines solchen Servers jedoch gebührenpflichtig oder muss über das Abtraden eines gewissen Volumens pro Monat refinanziert werden. Im Einzelfall informiert hier der jeweilige Broker.

Fazit

Wer mit dem Mac traden will, wird häufig mit Problemen konfrontiert, da viele Trading-Tools incl. Screener, Newsticker oder Indikatoren auf Windows-Systemen basieren. Wer jedoch auf zahlreiche Zusatzmodule verzichten kann, der kann sich für die unkomplizierte Lösung über einen VPS-Server (kostenpflichtig) oder die MT4-Version für den Mac (kostenlos) entscheiden. Entnehmen Sie unserem Devisenbrokervergleich, welche Broker eine Mac-Lösung anbieten und wie diese aussieht.

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